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Der Organismus kann von sich aus nicht anders als gesund
zu sein. Man muß daher aktiv etwas tun - oder unterlassen - sodaß
er krank wird.
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Es mag Erbfaktoren geben; dennoch muß der Mensch die
Gesundheit selber untergraben, damit diese wirksam werden und damit Krankheit
auftritt.
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Der Grad der vorhandenen Gesundheit wird bestimmt durch:
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a) krankheitsfördernde Faktoren (Belastungen wie schlechte
Ernährung, Stress, ungünstige Erbfaktoren, wenig Sport, etc.
...)sowie
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b) gesundheitsfördernde Faktoren(die richtige Ernährung
für sich finden, Sport, Vitamine nehmen, im Krankheitsfall: gesundheitsfördernde
Therapien machen, etc. ...)
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Diese beiden Gruppen von Maßnahmen wirken einander
entgegen und bestimmen, wie weit man sich von der Gesundheit entfernt.
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Es gibt nicht die 2 Zustände „gesund“ und „krank“, sondern
es befindet sich ein längerer Weg zwischen Gesundheit und Krankheit,
wo der Gesundheitszustand meist längere Zeit bergab geht, bevor Krankheits-Erscheinungen
auftreten.
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Der Umstand, daß keine Krankheitserscheinungen erkennbar
sind, bedeutet daher nicht, daß Gesundheit da ist.
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Nur die Selbstheilungskräfte machen den Organismus gesund.
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Daher ist es die erste Aufgabe des Arztes, diese zu verbessern,
bevor er irgend etwas anderes macht.
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Den Selbstheilungskräften muß es gestattet sein,
die Krankheit zu beenden. Wenn man (meist medikamentös) das Immunsystem
daran behindert, die Krankheit zu beenden, so wurde die Krankheit nicht
wirklich besiegt. Dies hat ein etwas behindertes Immunsystem zur Folge,
sowie ein wenig chronische Krankheit, die nun im Körper übrigbleibt.
Die Neigung zu chronischer Krankheit (Halbgesundheit) hat begonnen.
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a) Die verschiedensten Ursachen können „ein und dieselbe“
Krankheit bewirken; (siehe als Beispiel zwei jugendliche „Polyarthritis“-Fälle,
zu finden unter „Arthritis“ im Unterkapitel „Polyarthritis“):
Völlig unterschiedliche Ursachen führten zur
„gleichen“ Krankheit. Völlig unterschiedliche Therapien führten
daher zum Heilerfolg.
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Daher müssen bei jeder Person unterschiedliche Maßnahmen
angewandt werden, will man Heilung erzielen.
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b) Ein und dieselbe Ursache kann ganz unterschiedliche Krankheiten
bewirken. Daher ist die Idee falsch, eine bestimmte Krankheit mit einer
bestimmten Therapie behandeln zu können. Man sollte aufhören,
auf diesem Irrweg zu bleiben.
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Eine Krankheit beginnt immer einige Zeit früher als
ihre Erscheinungen auftreten. Wenn man nach Ursachen forscht, muß
man daher immer in der Zeit davor forschen.
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Oft folgt die jetzige Erkrankung einer früheren, indem
man die frühere nicht ausheilt, sondern nur unterdrückt. Darauf
aufbauend: Meistens kann man eine Erkrankung dadurch ausheilen, indem man
- ungeachtet der jetzigen Krankheit - die „frühere“ Erkrankung behandelt.
(Siehe zum Beispiel Fall 1 der beiden jugendlichen „Polyarthritis“-Fälle)
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Die Ursachen von chronischen Krankheiten sind meist:
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a) langdauernde Fehler in der Lebensführung,
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b) eine falsche medizinische Behandlung früherer Krankheiten.
(Man möge das bitte nicht falsch verstehen, vor allem nicht
als böse Attacke gegen Ärzte oder die Schulmdedizin. Aber Grundsätze
sind Grundsätze, und wenn sie wahr sind, sollen sie aufgeschrieben
werden.
Diese sind in dieser Formulierung leider wahr. Man muß eine Krankheit
in Richtung Heilung, in Richtung mehr Gesundheit behandeln. Dies wird heute
in großem Rahmen und in den allermeisten Fällen nicht getan.
Durch das Behandeln von Symptomen und dadurch, daß man nur eine scheinbare
Beschwerdefreiheit erreicht (chemische Medikamente), darf sich der Gesundheitszustand
weiter verschlechtern, und weitere bzw. andere Krankheiten treten auf.
Hätte man an dem Punkt der früheren Krankheit die Gesundheit
verbessert statt Medikamente zu geben, wäre es nicht zu diesem Verlauf
gekommen.)
Siehe auch das Kapitel „Basis-Regeneration“: nur verbesserte Selbstheilungskräfte
können Gesundheit herbeiführen.
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Gemäß der Definition der Naturheilkunde hat man
bei der Krankheitsbehandlung zwei Möglichkeiten:
a) die Krankheitsursachen ausschalten,
b) die Selbstheilungskräfte anregen.
Daraus folgt: Wenn man die Ursachen (a) nicht kennt, hat
man immer noch hervorragende Möglichkeiten, eine Krankheit zu heilen:
man überläßt es einfach den Selbstheilungskräften
(regt b an), denn diese sind ohnehin die einzige Instanz, die Gesundheit
herbeiführen kann.